BGV A1 | Grundsätze der Prävention

BGV A1 – BG-Vorschrift – Unfallverhütungsvorschrift

Schon seit 2004 ist die BGV A1 (Grundsätze der Prävention) in Kraft. In der Regel BGR A1 erläutert die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) die Unfallverhütungsvorschriften. Im Interesse der Arbeitssicherheit werden Arbeitgeber wie Arbeitnehmer in Anspruch genommen.

Pflichten aufseiten der Unternehmer

BGV

BGV A1

Der Unternehmer, bzw. der Sicherheitsbeauftragte hat sich zunächst kundig zu machen. Insbesondere sind das Regelwerk der Berufsgenossenschaft und staatliche Veröffentlichungen heranzuziehen. Allgemeine Basis zum Thema Arbeitsschutz bilden die §§ 3 und 4 des Arbeitsschutzgesetzes. Es obliegt dem Arbeitgeber, eventuelle Gefahren für den Arbeitnehmer zu beurteilen und entsprechende Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen in die Wege zu leiten. Die Unterweisung der Arbeitnehmer hinsichtlich der Gefahr und ihrer Abwehr gehört gleichfalls zu den Pflichten des Arbeitgebers. Kann er die notwendigen Maßnahmen nicht selbst umsetzen, ist er dazu verpflichtet, ein Fremdunternehmen zu beauftragen, eventuell auch für die Unterweisung der Arbeitnehmer.

Weiter ist es dem Unternehmer untersagt, Weisungen zu erteilen, die als sicherheitswidrig anzusehen sind, noch die Kosten für die Einhaltung der Sicherheit am Arbeitsplatz auf die Arbeitnehmer umzulegen. Sollten sich mehrere Personen, auch betriebsfremde, im Betrieb einer Aufgabe widmen, die ggf. gesundheitsgefährdend sein kann, erweitert sich die Sorgepflicht auch auf diese Arbeitnehmer. Solchen Personen, die im Gefahrenbereich keine Aufgaben zu verrichten haben, hat der Unternehmer den Zutritt zu verwehren.

Vorschriften für Arbeitnehmer

Die Arbeitnehmer selbst sind gleichfalls dazu verpflichtet, die Regeln der BGV A1 einzuhalten und den Unternehmer dahin gehend zu unterstützen, dass der Gesundheitsschutz und die Arbeitssicherheit zu gewährleisten sind. Vor allem ist es ihre Aufgabe, Unternehmer oder Sicherheitsbeauftragte über neue oder noch nicht erkannte Gefahren zu informieren. Hier denkt die BGW beispielsweise an defekte Sicherheitsvorrichtungen.

Arbeitnehmern ist es nach den »Grundsätzen der Prävention« ebenfalls nicht gestattet, sich selbst durch Alkohol, Drogen und andere berauschende Substanzen in einen Zustand zu versetzen, der ihre Sicherheit gefährdet. Gleiches gilt für Medikamente, die die Urteilsfähigkeit einschränken. Nicht zuletzt verpflichtet sie die BGV A1 dazu, die bereitgestellten Sicherheits- und Arbeitsschutzmittel zu nutzen.

Hand in Hand

Die Regeln zur Arbeitssicherheit sind also nicht eingleisig. Indem sie in erster Linie der Sicherheit der Arbeitnehmer dienen, ist es folgerichtig, dass diese ebenfalls in die Verantwortung genommen werden. Dennoch erlebt der Arbeitgeber mehr Pflichten, als der Arbeitnehmer. Arbeiten beide Parteien kooperativ, gelingt es in jedem Unternehmen die Gefahren für die Angestellten deutlich zu senken und den Gesundheitsschutz noch weiter zu verbessern.

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