ATEX Richtlinien: ATEX 95 | ATEX 137

ATEX Richtlinie

Wie schon vorher beschrieben richten sich die ATEX Richtlinien an die EG-Mitgliedsstaaten. Die Mitgliedsstaaten sind verpflichtet, die Mindeststandards der ATEX Richtlinie in der nationalen Gesetzgebung, bzw. in nationales Recht umzusetzen.
Die beiden Richtlinien werden inoffiziell auch als ATEX 95 und ATEX 137 bezeichnet.

Anzeigen




ATEX-Produktrichtlinie 94/9/EG – auch ATEX 95

Die ATEX 95 Richtlinie regelt das inverkehr bringen von Produkten, welche in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Ein Beispiel sind drehende Kupplungen, die durch starke Erhitzung eine Zündgefahr darstellen können. Hauptsächlich sollen durch die ATEX 95 Richtlinie Personen und Arbeiter/Innen geschützt werden, die in explosionsgefährdeten Bereichen arbeiten. Ein Teil der Richtlinie schreibt die Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen vor, die vom Hersteller von oben genannten Produkten eingehalten werden müssen. Diese müssen anhand eines Konformitätsbewertungsverfahren nachgewiesen werden.
Die einzelnen Anforderungen, Temperaturklassen und Begriffserklärungen finden Sie detailliert auf der wikipedia Seite zu den ATEX Richtlinien.

ATEX Betriebsrichtlinie 1999/92/EG – auch ATEX 137

Die sogenannte ATEX 137 Richtlinie dient der Verbesserung des Gesundheitschutzes und der Sicherheit von Arbeitnehmern, die durch eine explosionsgefährdete Atmosphäre gefährdet werden könnten. Zu den grundlegenden Sicherheitsanforderungen im Rahmen der ATEX 137 gehören:
– die Vermeidung möglicher Zündquellen.
– die Einschränkung explosionsgefährdeter Atmosphäre.
– die beschränkungen der Auswirkungen von möglichen Explosionen auf ein unbedenkliches Maß.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Bereiche mit explosionsgefährdeter Atmosphäre in Zonen aufzuteilen und ein Explosionsschutzdokument zu erstellen. Die aufteilung der Zonen können Sie hier nachlesen: ATEX Zone.

Letzte Aktualisierung am 19.10.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API