ATEX Directive


ATEX Directive | ATEX Leitlinien

Die ATEX Directive (Leitlinie) geht schon auf die Vorgänger Organisationen der Europäischen Union (EU) zurück: die EG und die EWG. Die Abkürzung ATEX steht für ATmosphère EXplosive und umfasst derzeit zwei Richtlinien auf dem Gebiet des Explosionsschutzes:
1. ATEX-Produktrichtlinie 2014/34/EU
2. ATEX-Betriebsrichtlinie 1999/92/EG

Eine explosionsgefährdete Atmosphäre liegt vor, wenn ein Gemisch aus Luftgasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben sich so verbindet, dass es sich unter bestimmten Betriebsbedingungen entzünden kann.

Ausrüstungen und Schutzsysteme, die für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX) bestimmt sind, decken eine Reihe von Produkten ab, einschließlich derer, die auf fest installierten Offshore-Plattformen, petrochemischen Anlagen, Minen und Mühlen verwendet werden.

EU-Gesetzgebung und ATEX

Die ATEX Directive ist Teil der Harmonisierung des europäischen Marktes, die dazu dienen soll, den ungehinderten Warenverkehr innerhalb der EU zu fördern bzw. zu gewährleisten.
Die ATEX-Richtlinie 2014/34/EU deckt Geräte und Schutzsysteme ab, die für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen bestimmt sind. Die Richtlinie definiert die grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen und Konformitätsbewertungsverfahren, die vor dem Inverkehrbringen von Produkten anzuwenden sind. Sie ist an die Richtlinie über den neuen Rechtsrahmen angepasst und gilt ab dem 20. April 2016 und ersetzt die bisherige Richtlinie 94/9/EG.

Ein Leitfaden zum Übergang der ATEX-Richtlinie von 94/9/EG auf 2014/34/EU mit einer Liste häufig gestellter Fragen und Antworten ist hier verfügbar: European Commission.

Wer setzt die ATEX Leitlinie um?

Die nationalen Behörden sind für die Umsetzung der Richtlinie in der EU verantwortlich, indem sie ihre Bestimmungen in ihre Rechtsvorschriften umsetzen. Diese Texte haben zunächst unmittelbare Wirkung. Infolgedessen sind die EU-Länder und andere, die die Anforderungen der Richtlinie anwenden, für die Umsetzung und Durchsetzung sowie die Verwaltung der benannten Stellen verantwortlich.

Aufgrund nationaler Rechtsvorschriften, die Hersteller und andere Wirtschaftsteilnehmer direkt betreffen, wird empfohlen, spezifische Probleme mit nationalen Kontaktstellen zu besprechen.

Wo finde ich weitere Anleitungen oder Unterstützung?

Die Leitfäden werden von der Arbeitsgruppe des ATEX-Ausschusses genehmigt und denjenigen zur Verfügung gestellt, die die Richtlinie anwenden müssen.

Diese resultierten aus der Zusammenarbeit verschiedener Stakeholder. Die laufende Überarbeitung der Leitlinien wird von den ATEX-Arbeitsgruppen auf der Grundlage ihrer Analyse der Fragen durchgeführt, die sich im Zuge der Umsetzung der Richtlinie weiterhin ergeben.

Die ATEX-Arbeitsgruppen setzen sich aus dem Ausschuss, der Arbeitsgruppe des Ausschusses, der Gruppe für Verwaltungszusammenarbeit (AdCo) und der Europäischen Gruppe für die Koordinierung der benannten Stellen (ExNBG) zusammen.

Die zweite Ausgabe der ATEX 2014/34 / EU-Richtlinien wurde im Dezember 2017 veröffentlicht: ATEX 2014/34/EU Guidelines.

Welche anderen Richtlinien sind relevant?

Die ATEX-Arbeitsplatzrichtlinie 1999/92/EG enthält Mindestanforderungen für die Verbesserung des Gesundheitsschutz- und Sicherheitsniveaus von Arbeitnehmern, die möglicherweise durch explosionsgefährdete Bereiche gefährdet sind.

Diese Richtlinie ergänzt die Verantwortlichkeiten der Hersteller gemäß der Richtlinie 2014/34 / EU durch die Festlegung der Verantwortlichkeiten der Arbeitgeber. Zu seiner Umsetzung siehe den unverbindlichen Leitfaden für die Umsetzung der Richtlinie 1999/92/EG.

Für die Arbeitsplatzrichtlinie ist die Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration zuständig.

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